„Die PE-Lemminge sind los“
oder ganz einfach „Der Bregi-Ablass 2009“
Wie jedes Jahr an Frohleichnam gönnen die Vorarlberger Wasserwerke der Bregenzer Ache ab Bezau für einen halben Tag ein paar Kubikmeter mehr Wasser. Grund genug um die PE-Lemminge (zur Vollständigkeit: in einigen Fällen wurden auch die spezielle Gattung HTP-Lemminge gesichtet) massenweise ins Gebiet um den Vorarlberg zu locken. Zwischen Andelsbuch und Bezau verteilten sich die walzen- und wellenhungrigen Herden am Ufer der Bregi um sehnsüchtig bei der angekündigten Flut um ca. 11:00 Uhr zuzuschlagen.


Unsere kleine Herde, bestehend aus Mario, Lewin und Benji, schloß sich an diesem Tag zum ersten Mal der großen Fronleichnams-Massenberfahrung zum High5 Gelände in Lingenau an. Diese startete mit einer gewissen Ernüchterung kurz nach 11 Uhr. Unter den versprochenen 10 Kubik hatten wir uns ein bisschen mehr Wasser erhofft, aber wir waren ja schließlich nicht zum Spaß da ;-) Trotz des Wasserstands bot uns die Bregi ein paar schöne Schwälle und Katarakte die wir umringt von Artgenossen zum Andelsbucher Wehr hinunterschaukelten.


Dort hatte sich vor der Wehrkante schon eine Warteschlange von etwa 20 PE-Lemmingen gebildet. Nacheinander stürzten wir uns artgemäß die 3-Meter Stufe hinunter. Ein paar Schwälle weiter und durch die teils flachen steinigen Passagen um gefühlte 5 kg PE leichter lag das Egger Wehr, eine spaßige Rutsche mit anschließender 1,50m-Abfallkante, vor uns. Dort hatte sich Michi Neumann postiert um bei diesem einmaligen Spektakel die dicken Backen der PE-Lemminge beim Stürzen des Wehrs auf seiner Kamera festzuhalten.


Getreu dem Motto „Second Run – Double Fun“ rutschten wir gleich zweimal hinunter wobei Mario sichtlich keinen Spaß hatte (siehe Bildergallerie). Ein Highlight der Bregi folgte kurz darauf am Eck in Egg wo eine fiese Walze versuchte den einen oder anderen PE-Lemming zu verschlingen. Einige Artgenossen warteten schadenfroh dahinter um zu sehen wer die rechte Route erfolgreich meisterte und wer nicht, denn die linke Route fahren sowieso höchstens Hausfrauen und Rentner.


Nach ein paar weiteren netten Katarakten lag das High5 Gelände vor uns dessen Uferböschung vor lauter bunten Kunststoff kaum noch zu sehen war. Einige Herden waren schon angekommen und machten sich über das Freibier her wobei wir uns natürlich gleich anschlossen.


Bevor in Bezau wieder der Hahn zugedreht wurde, wurde eines der legendären TEVA-Pappbootrennen veranstaltet. Start an der Supersach Mündung, abklatschen am Fahrrad-Wrack und schließlich der Endspurt zum High5 Ausstieg sofern das Pappekonstrukt so lange durchhielt.

Der Abend begann mit einer Vorführung von Olaf Obsommers Grönland Video ehe die Spezies der PE-Lemminge mit den dicksten Backen gekürt wurde. Marios gelangweilte Pose veranlasste die Kanumagazin Redaktion sogar zu einem Sonderpreis. Anschließend wurde das High5 Gelände etwas übersichtlicher und eine kleine feine Truppe von PE-Lemmingen fand ein um an der High5-Bar den restlichen Tag standesgemäß, vielleicht etwas zu standesgemäß, abzuschießen äähhh abzuschließen ;-)

Abschließend kommen wir zu folgendem Resümee. Die Bregi könnte etwas mehr als 10 Kubik an diesem Tag vertragen aber diese reichen dennoch aus um mit Rücksicht auf PE-Verluste Spaß zu haben. Die Ulmer Jungs haben mit ihrem TEVA-Papphaus mal wieder den Vogel abgeschossen (wirklich saucool!!!). Das „Drumherum“ und die anschließende Paddlerparty rockt so das Gesamtkonzept „Bregi-Ablass“ eine lohnende Sache ist und wir wieder kommen werden.

Aus diesem Grund ein dickes Dankeschön an Chris und seine supercoole High5-Truppe, an das Kanumagazin und allen Paddlern die mit uns wieder bewiesen haben was wir doch für eine „krasse Herde“ sind J