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murr 15.03.2008

 

Murr Run bei 80cm

Auch wenn die Murr weit davon entfernt ist als Wildwasserperle zu gelten dachten sich 3 motivierte Wildwasserratten am Samstag warum nicht!? Der Regen hatte die Pegel ansteigen lassen, Wendlingen war schon abgefallen und die Kocherwelle abgesoffen. Immerhin ist die Murr eigentlich unser Hausbach und es war ein sonniger, schöner Tag.

Da auf der Wunschliste River Run und Rodeo standen wurde beides einfach kombiniert. Gesagt getan stiegen wir am Ortsanfang von Backnang beim Freibad nach Besichtigung der Kernstellen ein. Der Pegel hatte noch ungefähr 80cm und im Gegensatz zu sonst zog die Murr auch einigermassen durch. Nach einem gemütlichen Warmpaddeln wurde es in Höhe des Finanzamtes erstmals wilder. Das renaturalisierte, ehemalige Adolff Wehr sorgte nun mit seinen Stufen für eine schöne etwa 20 Meter lange Schwallstrecke die wir nacheinander „hinunterschaukelten“. Gemütlich ging es weiter bis zur Bleichwiese wo uns das Schrägwehr erwartete. Links gab es zwar eine fahrbahre Fischtreppe aber eben die Chicken Line :-) Wie zuvor gescoutet erwies sich die Route an der rechten Seite des Schrägwehrs als richtige Wahl und sorgte für eine Portion Spaß.

Gleich wenige Meter später kam in der Flussbiegung beim Biegel das nächste Schrägwehr. Nachdem Mario wieder die beste Linie ausgemacht hatte rutschen wir alle an der linken Seite nacheinander die Schräge hinunter. Nach einem gemütlichen Abschnitt voller Plauscherei kamen wir im Industrieareal bei den Etzwiesen ans nächste Wehr. Das Wehr war nicht hoch doch lauerte dahinter ein fieser Rücklauf. Als Chicken Line hätte man aussen über die kleinen Steilwehre können doch das Hauptwehr erschien ganz links fahrbahr und so haben wir uns für diese „Action Line“ entschieden. Die Fahrt lief gut, die Kernstellen waren sauber gemeistert nun fehlte anscheinend irgendwie noch ein Schwimmer. Beim Versuch sich mit eingeschlafenen Beinen aus dem Boot zu heben drehte sich Benjis Boot in die Strömung und trieb mit ihm halb heraushängend vom Rand ab.

Nach einer kurzen, unspektakulären Schwimmeinlage und Erheiterung der Mitpaddler wurde Boot und Besatzung ans Ufer bugsiert. Kurze Zeit später erreichten wir schon das Ziel unserer Fahrt die „Schöntal Hole“. Nacheinander stürzten wir uns wieder und wieder in die Hole um zu surfen, spinnen und je nach Können auch zu wheelen die aber auf Grund der relativ geringen Tiefe nicht zu steil angesetzt werden konnten. Nach dieser Session war es noch ein Katzensprung zum Ausstieg. Hier wurde der Paddeltag noch mit einem Oettinger Export begossen welches zum großen Teil der Murr „gehuldigt“ wurde. Unser Fazit des Tages war das man auch auf der Murr schon relativ Spaß haben kann, sie bei höheren Pegeln ein paar sportliche Stellen bietet und Oettinger Export nur nach mind. 8 Bier schmeckt.

autor: benji